Ein Preis für den Frieden

In Pescara wurde am 6. November 2009 an CARLO TEDESCHI, dem Regisseur Schriftsteller, Maler und Leiter und Verantwortlicher der Stiftung „Leo Amici“, der „Premio di Borsellini“ im Bereich „Für den Frieden “ übergeben. Die Anerkennung wurde Carlo Tedeschi für seinen großen, unermüdlichen Einsatz in der Jugendarbeit verliehen.
Seine Aufgabe sieht er darin, der Jugend die wahren Werte des Menschen zu vermitteln, damit sie sich mutig und bewusst für den Aufbau einer freien und gesunden Gesellschaft einsetzen können.

Paolo Borsellini war einer der Anti-Mafia-Staatsanwälte, die 1992 ermordet wurden. Seither werden  jedes Jahr  Preise an Bürger verliehen, die sich konstruktiv für eine bessere Gesellschaft engagierten.

tedeschi chi

Carlo Tedeschi

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Heute ist der Tag der Allerheiligen

gabriele

Aus meinem Bericht über das Musical, den ich im Frühjahr 2008 schrieb, möchte ich einige meiner Gedanken zitieren.

„Der Vorhang geht auf…

Bild für Bild, Szene für Szene nehmen wir an der inneren, geistigen Verwandlung des hl. Gabriels teil. Ich zuerst nur als Zuschauerin, nunmehr aber als Beteiligte. Denn ich weiß, es geht hier auch um mein Leben. Wer konsequent den Weg Gottes geht, geht den Weg der Heilung. Das konnte ich durch langjährige Erfahrung lernen. Die Geschichte des heiligen Gabriel hat mich nun darin bestätigt, dass dieser Weg für jeden offen steht. Man muss ihn nur wählen. Natürlich geht es mir dabei nicht darum, dass aus uns Mönche oder Heilige werden. Nein, es geht mir nur um das Glück, das wir durch diese Wahl erfahren. Und zwar tagtäglich. Jeder Schritt in die richtige Richtung, oft gepaart mit großen Herausforderungen, erzeugt Gefühle ungeahnter
Zufriedenheit und Glück. Denn wir tun nichts anderes, als unser Schicksal selber in die Hand zu nehmen, auf schlechte Einflüsse positiv zu reagieren, alle unnötige, für uns schädliche Barrieren in uns zu überwinden bzw. zu beseitigen und kein Problem mehr als unlösbar anzusehen. Jeder Schritt in diese Richtung bedeutet, sich unabhängig zu machen bis hin zur wahren Freiheit.
Ob wir nun Gott um Hilfe bitten oder versuchen, alles mit eigenen Kräften zu bewältigen, macht keinen Unterschied. Denn jedem, der diesen Heilsweg einschlägt, wird dabei geholfen. Es ist eine kosmische Wahrheit, dass Wollen auch Können bedeutet, wobei das Können ein Geschenk Gottes ist. Es liegt natürlich an uns, ob wir es als solches anerkennen wollen.“

Den ganzen Text kann man hier lesen: http://www.computreff.org/Ein%20besonderes%20Musical.html

Es grüßt Euch

Jakobe

Eine Geschichte in zwei Teilen.

1. Teil
(Aus einem Artikel von Rita Grimaldi, erschienen 1997 in der römischen Zeitung „La piazza“,)

Der Name der Brigg ist „EL CHICO“, was soviel wie Junge bedeutet. Sie ist ein 5m breiter und 20m langer Zweimaster und wurde 1929 nach einem 3-400 Jahre altem Modell von dem jungen Sohn der Schiffsbauerfamilie Bonetti aus Viareggio nachgebaut. Bei einer Weiterbildung in England hatte Bonetti in einer alten Truhe Arbeitspläne eines gewissen Williams zur Konstruktion von antiken Segelschiffen gefunden. Er war so fasziniert von den Plänen, dass er sie mit nach Italien nahm und nach ihnen zwei Schiffe erbaute. Eines davon nannte er „EL CHICO“. Im zweiten Weltkrieg erlitt die eine Brigg Schiffbruch und versank im Meer, während „EL CHICO“ mehr Glück hatte. Man hatte es zum Transportfahrzeug umgerüstet und so durfte es sich beim Warentransport zwischen dem Festland und der Insel Elba nützlich machen.

Jahre später wurde das Schiff von dem bekannten Filmregisseur Nestore Ungaro entdeckt, der es kaufte, um es in vielen seiner Abenteuerfilmen einzusetzen. Nach Jahren von Ruhm und Ehre war „EL CHICO“ aber langsam zu alt geworden, sodass Ungaro nach einer angemessenen Bleibe suchte, Die fand er in einer Schiffswerft von Porto Ercole, wo sein Schiff einen wohlverdienten Ruhestand verbringen konnte.

Wie aber kam das Schiff an den See von Montecolombo?

2. Teil

Carlo Tedeschi, der nach Leo Amicis Tod immer bestrebt war, die ursprünglichen Ideen und Projekte des Gründers zu verwirklichen, erzählt seinem Freund Massimo Piano von Leo?s Traum, ein altes Schiff an den See zu holen. Massimo, als er sich eines Tages aus beruflichen Gründen im Hafen von Ercole aufhält, entdeckt dort den alten „Rentner“ EL CHICO und muss sofort an Carlo denken. Er holt sich alle nötigen Informationen ein, die er Carlo übermittelt. Dieser bittet ihn, sich doch mit Nestore Ungaro in Verbindung zu setzen. Als der alte Regisseur von dem Plan hört.seinen geiebten EL CHICO an einem Ort des „Friedens, der Liebe und der Brüderlichkeit“ eine neue Heimat bieten zu können, ist es sein Wunsch, das Boot dem Verein „DARE“ zu übermachen. Kurze Zeit darauf verstirbt Ungaro, doch seine Familie sorgt dafür, dass endlich aus einem Traum Wirklichkeit wird. Nach einer komplizierten Überführung durch ganz Italien, gelangt EL CHICO endlich an den kleinen See. Dort wird er ein Jahr lang von vielen Helfern aus Nah und Fern liebevoll restauriert. Seit 1998 ist EL CHICO fester Bestandteil des Restaurants „La Grotta della Giamaica“ und lädt in der warmen Jahreszeit die Gäste zu Speis und Trank ein.

jako

Eine Vielfalt von Projekten

Hier eine Übersicht verschiedener kultureller und sozialer Einrichtungen, die vorwiegend durch ehrenamtliche Tätigkeit getragen werden.
Die erwirtschafteten Erträge kommen der Fortführung des gemeinnützigen Werks zu Gute.

Kapelle des Auferstandenen Christus;
– Wohngemeinschaft für Jungen;
– Wohngemeinschaft für Mädchen;
– Wohngemeinschaft für Kinder aus schwierigen Verhältnissen;
– Wohngemeinschaft für Senioren
Theater;
Akademie für Kunst und professionelle Gestaltung;
– Jugend-Theatergruppe (professionell)
– Jugend-Theatergruppe (Ausbildung)
Ralac Video Film – Aufnahmestudio für Video und Tontechnik
Museum mit Bildausstellungen und Dokumentationen
– Sportzentrum
– Nachhilfeunterricht für Schüler der Mittel- und Oberschule
Hotel Villa Leri mit Polyklinik, Schönheitspflege und Thermalanwendungen
– Restaurant und Pizzeria
– Biologische Landwirtschaft mit Gästehaus, Restaurant und Hofladen

Es grüßt

Jakobe

villa leri

Das Schiff hat seine eigene Geschichte, die werde ich ein anderes Mal erzählen. Es war ein Geschenk an den „See“, aber über das Wie-Wann-Warum muss ich mich erst noch genau informieren.

Internationales Meeting christlicher Laiengruppen

Es wird mir kaum möglich sein zu schildern, was sich vom 5. – 7. Oktober am ‚Lago di Montecolombo‘ (www.lagodimontecolombo.it)zugetragen hat. Vor allem deshalb, weil ich selber nur wenig an der Fülle von Programmen teilnehmen konnte. Aber das Wesentliche glaube ich doch, verstanden zu haben, um es hier zu vermitteln.

Außer den vielen verschiedenen kleinen Theatergruppen aus ganz Italien (ausländische hatten sich nicht angemeldet), nahmen an diesem Meeting eine Reihe von jungen Geistlichen statt. Darunter Franziskaner Mönche, Bischöfe und Erzbischöfe, Monsignori des Vatikans, eine spanische Clarissen-Nonne und ein farbiger, frisch geweihter Priester aus Burundi (Zentralafrika). Alle haben sie sich über dieses Treffen mit höchster Begeisterung geäußert. Am ‚LAGO‘ würde man sich selber als Kind Gottes fühlen, geliebt und angenommen, sagte einer der Teilnehmenden. Was sie hier erlebt hätten – darin waren sie sich alle einig – halten sie für die wunderbarste Weise, seinen Glauben zu leben und zu vermitteln, der sich ausdrückt in der Liebe zur Natur und seinen Kreaturen, der Freude an allem Tun, der Begeisterung für alles Schöne bis hin zur Entfaltung der Talente wie Musik, Gesang, Tanz, um nur einige zu nennen. So, meinten einige, würden sie sich ihre Kirche in der Zukunft wünschen. Ja, einige, wie Don Sebastien aus Afrika und die Nonne aus Spanien, wünschen sich eine derartige Einrichtung auch in ihrem Lande, und sie würden Gott darum bitten, dass er dies möglich mache.
Monsignor LUIGI GINAMI, Sekretär des Vatikans, ist bereits einen Schritt weitergegangen: Bei einem seiner Besuche in den USA, hat er in einem Theater am Broadway eine DVD des Musicals „Chiara di Dio“ von Carlo Tedeschi vorgeführt, welche großen Beifall und Ergriffenheit auslöste. Verhandlungen sind im Gange, das Musical in den USA aufzuführen.
Seit 2008 wird dieses Stück mehrmals wöchentlich in einem Theater von Assisi gezeigt und wurde seither schon von 25.000 Besuchern gesehen. Das Theater wurde dem Verein ‚DARE‘ vom Lago di Montecolombo zur Verfügung gestellt und von seinen Handwerkern vollständig renoviert.

In den drei Tagen des Meetings wurde für die vielen Besucher, hauptsächlich Jugendliche, aufs Beste gesorgt.

Allgemein war die Begeisterung über die Leistungen und der Qualität der Ausschnitte der gezeigten Musicals.

Das Meeting wurde mit einem großen Feuerwerk beendet, nachdem nachmittags noch das Musical von Carlo Tedeschi „Gabriele dell’Addolorata“ gezeigt wurde. Beim Anklicken des Links http://www.sangabrielemusical.it/ita/index_s.html bekommt man einen ersten Eindruck von der Schönheit dieses Werkes, das bis auf Weiteres jeden Samstagabend im Theater „Leo Amici“ gezeigt wird. Alle Informationen darüber findet man auf der Webseite auch in deutscher Sprache.

Es grüßt

Jakobe

teatro

Wo ein Ziel ist, ist auch ein Weg

Es waren die Begeisterung und der Glaube an „IHR“ Dorf, dass von Anfang an die vielen Helfer bereit waren zu größten Anstrengungen, zu materiellen Opfern und zum Lösen schwierigster, oft unüberwindlich scheinender Probleme. Wie ich schon gestern erwähnte, wurde der Verein nie in seinem Vorhaben unterstützt. Im Gegenteil, möchte ich sagen, denn die staatlichen und kirchlichen Institutionen beobachteten argwöhnisch über Jahre hinweg diese eigenwillige Initiative. Nun, diese skeptische Einstellung hat sich inzwischen grundlegend geändert. Der „See“ (il LAGO) ist in Italien heute eine allgemein bewunderte Einrichtung, über die immer wieder in den verschiedenen Medien berichtet wird. Doch dazu später mehr.

Hier auf dem Bild seht Ihr, wie alles um den „See“ herum mit den Jahren gewachsen ist, auch wenn dieses Foto bereits wieder veraltet ist. Ein aktuelleres setze ich morgen ein.

Es grüßt alle

Jakobe

benvenu

Aus einem langgehegten Traum wurde Wirklichkeit

Schon viele Jahre vorher hatte Leo Amici immer wieder davon gesprochen, ein solches Projekt verwirklichen zu können. Und so wurde 1982 der Verein „DARE“ gegründet, dessen einziges Ziel war und ist, Mittel und Wege zu finden, um diese Iniziative zu unterstützen. Es wurde ein alter, verlassener Bauernhof von 22 ha im Hinterland von Rimini gefunden, dessen Felder schon seit Jahren brachlagen und das Bauernhaus nur noch eine Ruine war. Die nötigen finanziellen Mittel wurden von den Mitgliedern des Vereins zusammengetragen und auch alle Arbeiten, um aus diesem Hof ein kleines Dorf zu errichten, wurden von von den Mitgliedern aus Nah und Fern ehrenamtlich ausgeführt. Daran hat sich bis heute nichts geändert, denn irgendwelche Hilfen wie Subventionen oder Donationen hat es in all den Jahren nie gegeben.

Hier könnt Ihr sehen, wie der LAGO (auf deutsch SEE) am Anfang aussah, nach dem er von den Helfern von allem Schilf und Gestrüpp gesäubert worden war.

Das nächste Mal zeige ich, wie er heute aussieht.

Bis dahin grüße ich alle herzlich, die hier vorbeischauen.

jako

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In diesem Blog möchte ich von einem kleinen italienischen Dorf erzählen, einem Ort des Friedens, der Liebe und der Brüderlichkeit.

Es handelt sich um den „LAGO di MONTECOLOMBO“. Dieses Zentrum wurde 1982 von Leo Amici gegründet ud von unzähligen ehrenamtlichen Helfern erbaut. Alle Aktivitäten dieses Vorhabens dienen ausschließlich humanitären Zwecken.

Bald mehr!

Jakobe